LET THERE BE ROCK!

Die Grenzen zwischen den Genres der Bildenden Kunst werden im ATLJAE in der Verknüpfung mit anderen Disziplinen wie der Literatur, Kunstgeschichte und Geisteswissenschaft aufgelöst. Im Zentrum aller Workshops steht die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe – gegenseitige Hilfestellung, anregende Diskussion, konstruktive Kritik und eine freundliche Atmosphäre begleiten die Teilnehmer auf ihrem künstlerischen Weg. Die Reflexion der entstehenden Arbeiten und des eigenen Arbeitsprozesses wird dabei ständig angeregt und führt zur inhaltlichen und formalen Verdichtung des Ergebnisses.

COLLAGE

Reißen // schneiden // legen // verwerfen // überdenken // kleben // abziehen // einarbeiten // montieren – vorsichtig // rabiat // spontan // reflektiert: Im Fokus liegt das Experiment, die Erkundung verschiedener Materialien, das Spinnen, Verfestigen und Diskutieren von Ideen. Gestalterische Erprobungen und kunsthistorische Diskurse treten neben die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Künstlern und aktuellen Ausstellungen.

 

GRAFFITI

Was unterscheidet Street Art und Graffiti, Writings von Tags, was sind Stencils, was Murals und: Was genau umfasst Urban Art? Graffiti wird in der Theorie erforscht, Begriffe abgegrenzt und ihre Position im kunstwissenschaftlichen Kontext reflektiert. Mit allen Mitteln der Straßen-Kunst – Spraydosen, Farbeimern, Markern – wird es dabei mächtig bunt. Ein Fest für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

 

HUMOR

Wie entsteht Humor, warum lachen wir, und wieso über so unterschiedliche Dinge? Wie humorvoll darf Kunst sein, um ernst genommen zu werden? Im Kurs wird gespielt: Mit Wörtern, mit Ideen, mit dem Kunstbetrieb, miteinander. Humor in der Kunst wird ernsthaft betrachtet, und ebenso absurd nachempfunden: „ein Narrenspiel aus dem Nichts, in das alle höheren Fragen verwickelt sind.” (Hugo Ball).

 

KUNST VERSTEHEN

„Ist das Kunst oder noch vom letzten Umzug übrig?“ Durch neueste kunstpädagogische Vermittlungsmethoden werden Inhalte niedrigschwellig transportiert und Grenzen zwischen Kunstwerk und Betrachter aufgebrochen. Was sagen mir Kleckse auf der Leinwand? Was macht ein Urinal in der Kunstgalerie? Fragen zur Gegenwartskunst werden aufgeworfen und Antworten gemeinsam gefunden. In der praktischen Arbeit wird schließlich bestätigt: „Jeder Mensch ist ein Künstler.

 

STADT - LAND - KUNST

Die Stadt als Galerie. Welche Bedeutung hat Kunst im öffentlichen Raum für das kulturelle Leben der Stadt? Fragestellungen zu Public Art, Kunst am Bau, architektonischen Phänomenen und den Bewohnern einer Stadt werden verknüpft und deren Wechselbeziehungen erörtert. Interventionen erhalten einen Ehrenplatz.